Die Euroschwäche und die hängige Frage der Personenfreizügigkeit fordern Schweizer Unternehmen heraus: Die Entwicklung innovativer Produkte und Anwendungen findet unter noch härteren Bedingungen statt. Unternehmen, die in die Eurozone exportieren oder in Konkurrenz zu europäischen Anbietern stehen, sind markant benachteiligt.

Die Quelle von grundlegend Neuem entspringt aus exzellenter Forschung

Einmal mehr ist ihre Bereitschaft gefordert, bestehende Produkte und Prozesse zu optimieren und neue Märkte zu erschliessen. Der strebsame Idealfall zur unternehmerischen Resilienz. Doch es gibt auch KMU, die zum Überleben kurzfristig Entwicklungen und Investitionen stoppen und ihre Preise drastisch senken müssen. Ein solcher Stopp bedeutet Stillstand, ein Preisnachlass tiefe Margen und folglich noch weniger Mittel für innovative Produkte und Dienstleistungen; ein Teufelskreis.

Unsere Wirtschaft ist auf innovative Unternehmen angewiesen. Denn wirtschaftlich betrachtet bedeutet innovativ sein vor allem eins: wettbewerbsfähig bleiben. Drei Faktoren bilden Grundlage und Voraussetzung:

Engagierte und qualifizierte Fachkräfte

Innovation findet auf allen Stufen statt, von grundlegend neuen Produkten und Dienstleistungen, über Produktoptimierung zur situativen Problemlösung von Arbeitsprozessen. Dafür braucht es überall qualifizierte und engagierte Fachkräfte mit Kreativität, Umsetzungskompetenz und Risikobereitschaft. Die Grundlage liefert ein Bildungssystem, welches allen erlaubt, nach ihren Fähigkeiten die bestmögliche Ausbildung zu erwerben.

Die besten Forscher der Welt

Die Quelle von grundlegend Neuem entspringt aus exzellenter Forschung. Sie basiert auf zwei Faktoren, die gerne mal vergessen werden: Eine verlässliche, grosszügige Finanzierung und offene Grenzen. Unsere Wissenschaft braucht die besten Forscherinnen und Forscher der Welt. Mit dem drohenden Verlust der Personenfreizügigkeit mit der EU ist dies akut gefährdet; personell, aber auch hinsichtlich gemeinsamer Forschungsprogramme.

Förderliche Rahmenbedingungen und subsidiäre staatliche Innovationsförderung

Die Umsetzung von Forschungsergebnissen ist primär Sache des Privatsektors. Der Staat sorgt für gute Bedingungen, Infrastrukturen sowie Flexibilität im Arbeitsmarkt. In der Innovationsförderung agiert er subsidiär. Die KTI unterstützt im Auftrag des Staates gezielt forschungsbasierte Innovationsprojekte, die sonst nicht entstehen würden. Sie fördert die wichtige Vernetzung von Forschenden und Wirtschaftsleuten und begleitet Wissenschaftler bei der Gründung neuer Firmen.

Die Schweiz ist wettbewerbsfähiger und beschäftigter als die meisten Länder auf dem Kontinent. Kein Zufall: Wir konnten uns relativ schnell an neue Bedingungen anpassen und profitierten dabei stets von einem sehr gut funktionierenden Bildungssystem, von exzellenter Forschung und förderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen.