Von der Bäckerei über den Maschinenhersteller bis zum IT-Start-up bilden KMU die überwältigende Mehrheit der Unternehmen und spielen für die Schweizer Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Denn sie tragen wesentlich zur unternehmerischen Kreativität, zum Wirtschaftswachstum und zum nationalen Wohlstand bei.

Zudem haben KMU auf den Arbeitsmarkt einen stabilisierenden Einfluss, weil sie weniger konjunkturanfällig als die grösseren Betriebe sind. Die Schwankungen in der Beschäftigung zwischen Rezession und Boomphasen fallen deutlich geringer aus als bei den Grossunternehmen.

Förderung durch den Bund

Damit die KMU-Landschaft Schweiz auch weiterhin wachsen und sich positiv entwickeln kann, wird vom Bund einiges getan. So wurde 2004 unter dem Namen «Wachstumspolitik» eine Reihe von Wirtschaftsreformen eingeleitet. Diese Reformen haben nicht nur eine Steigerung der Produktivität in den exportorientierten Branchen zum Ziel, sondern konzentrieren sich heute zunehmend auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Binnenmarkt. Im Vordergrund der Schweizer KMU-Politik stehen zudem folgende Ziele:

  • Administrative Entlastung
  • Entwicklung des E-Governments
  • Förderung von Unternehmensgründungen
  • Verbesserung der Unternehmensfinanzierung
  • Verbesserung des Marktzugangs
  • Förderung von Innovation

Auch international steht der Wirtschaftsstandort Schweiz sehr gut da und bietet Unternehmerinnen und Unternehmern im internationalen Vergleich hervorragende Rahmenbedingungen. So belegt die Schweiz im Global Entrepreneurship Index des Global Entrepreneurship and Development Institute (GEDI) 2015, der die Dynamik des Unternehmertums in innovationsbasierten Volkswirtschaften misst, den neunten Platz hinter Dänemark und vor Taiwan.

KMU-Gründung: Tipps

Als KMU wird jedes marktwirtschaftliche Unternehmen unabhängig von seiner Rechtsform und seiner Tätigkeit angesehen, sofern dort weniger als 250 Personen arbeiten. Die Firmengründung ist in der Schweiz relativ einfach. Bevor man ins kalte Wasser springt, sollte man einige Schritte bedenken. Dazu gehören unter anderem:

  • die Marktanalyse
  • der Businessplan
  • die Entscheidung für eine passende Rechtsform
  • die Eintragung ins Handelsregister
  • das geistige Eigentum

Es gibt zahlreiche Instrumente und Hilfsangebote, welche die Gründerinnen und Gründer in den verschiedenen Phasen begleiten. Etwa die Plattform startbiz.ch