Landwirtschaftsbetriebe stehen unter Effizienzdruck. Grössere Betriebe mit höherem Tierbestand benötigen deutlich mehr Management und Manpower als kleinere Betriebe.

Der Computer spielt auf dem Bauernhof bereits eine tragende Rolle.

Der Traktor ist ein Selbstfahrer, der Roboter melkt das Vieh, und der Bauer ruft auf dem Smartphone die aktuellen Fress- und Wiederkauzeiten ab.

Selbst das Düngermanagement ist ferngesteuert. So geht Landwirtschaften heute. Moderne Bauern nennen das «Smart Farming».

Herdenmanagement

Während der Milchpreis weiter unter Druck gerät und die Anforderungen an Tiergesundheit und Produktionsstandards steigen, aber auf der anderen Seite die Preise für Futtermittel, Energie und Land nicht sinken, setzen Milchproduktionsbetriebe weltweit vermehrt auf Computerintelligenz.

Im Herdenmanagement planen Programme die Massnahmen im Tierbestand, während sie gleichzeitig die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen protokollieren.

Die Computer erfüllen dabei zudem eine wichtige Aufgabe im Controlling: Abweichungen der Kontrollwerte werden leichter identifiziert, entsprechend können Gegenmassnahmen früher eingeleitet und der Ausbruch von Krankheiten eingedämmt werden.

Smart Farming

Herdenmanagementsysteme steuern die Milchmengenerfassung im Melkstand, sie halten auch die Aktivitäten der Tiere fest, was Aufschluss über Gesundheit und Fruchtbarkeit gibt.

Wiegeplattformen werden ebenso automatisch betrieben wie die Selektions-Tore, und das Kraftfutter wird ebenfalls automatisch zugeteilt. Das ermöglicht den regelmässigen Datenaustausch zwischen den Managern, Melkern, Veterinären und Amtsstellen.

Der Computer erweist sich auch als zuverlässiger Helfer des Bauern im «Präzisionsackerbau»: Er berechnet die Bodenunterschiede und berücksichtigt die Ertragsfähigkeit eines Feldes.